2 Gedanken zu „#8 – Das Impericon-Festival-Special“

  1. Yo Dudes, 1 naise shice vong Podcast her 😀

    mal „kurz“ etwas zu zwei Punkten:

    1. Besucherzahlen 2016 Vs. 2017: Ich denke schon, dass das 2016er Line-up stärker war, zumindest mit der Callejon Vs. Eskimo Callboy Show. Das zieht bei den Kids halt schon deutlich mehr. Zudem ist in der ganzen Core Szene ja allgemein ein Rückgang zu verzeichnen. Spielt sicherlich auch eine Rolle PLUS, ganz wichtig, vor kurzem waren erst Parkway Drive mit Asking Alexandria hier. Der ganze Spaß kostet ja auch Geld. Und bald stehn die Open-Airs an. Die jüngere Zielgruppe hat es da jetzt vielleicht auch nicht sooo dicke, um das alles mitzunehmen (Ticket + Bier + veganer Burger + vielleicht noch bissi Merch = locker mal ein 150€ Event). Vielleicht haben sich ja manche auch gesagt „Hey, lass nach Leipzig gehn. Geileres Line-up, größere Halle etc.“.

    2. Thema „Wieso kommen die Emil Bulls nicht in der Szene an?“. Ich find’s selber total schade. Die Bulls sind arschgeil. Ich trauer zwar immernoch den ganz alten Sachen hinterher, denn Songs wie „Leaving you with this“ oder „Smells like Rock ’n‘ Roll“ werden die nie wieder toppen aber das „neue“ Zeug is ja auch sehr sehr geil. Anyway, hier meine Thesen warum’s nicht klappt die 0815-Core Szene abzuholen:

    – die Optik; die Bulls sind keine komplett zutättowierten, typisch Szene-dressed Typen. Da sieht keiner aus wie Mitch Lucker oder Oli Sykes. Und das ist auch gut so. Für die Kids, bei denen es oftmals mehr um Optik als wie musikalische Qualität geht natürlich uncool.

    – das Logo; vergleichts mal mit den ganzen anderen Logos der Core-Szene. Da wirkt das von den Bulls natürlich „uncool“ dagegen

    – der Sound; ja, der ist hart…aber im Vergleich zu vielen Anderen halt doch eher harmlos. Christ shoutet saugeil, ist aber nicht der 0815-Stil. Und deshalb natürlich auch uncool. Growls gibt’s gar nicht. Und erst dieser Cleangesang. Der ist halt meeeega und nahezu perfekt. Das ist einfach zu gut für 0815-Core „verwöhnte“ Ohren 😉 Würde er wie der Typ von Amity Affliction klingen, wäre der Schritt zur Akzeptanz vielleicht etwas näher aber er hat halt eine sehr sehr eigenständige und untypische Stimme. Hab selbst jahrelang als DJ aufgelegt, u.a. in der Rockfabrik Augsburg. Da füllst mit der größten Rotze die Tanzfläche aber z.B. „Party with your pants down“ konntest rauf und runter spielen, da ging einfach fast nix.

    – die „Präsenz“; die Bulls erlebt man doch eher selten zusammen mit den typischen Szene-Bands. Klar, wieso sollten die sich auch herablassen als Support von irgend einer 2010 gegründeten, kurzlebigen Szene-Band zu touren. In Venues, die ihrem Status nicht würdig sind. Für alles andere, größere, gibt’s dann auch schon wieder kaum Szene-Bands, die so etwas füllen (außer ganz wenige Ausnahmen). Dadurch bist aber halt bei den Kids live weniger präsent, die nehmen dich gar nicht richtig wahr (auch in den social media sind die ja recht ruhig) und kriegen da gar nicht richtig mit, dass es dich gibt. Da könnte man auch gleich noch die Brücke zum „Empfehlungsmarketing“ bauen. Stell dir vor Du bist 15, findest gefallen an Core, schaust Dich um wer auf Konzerten welche Shirts trägt, „aha, Caliban, Parkway drive, Heaven shall burn, The ghost inside, Thy art is murder…“, unterhälst dich mit den anderen usw. – da siehst / hörst halt nicht den Namen EMIL BULLS (ein Name, der für einen 15 jährigen auch sicher erstmal verstörend klingen würde)…aber ich schweife ab 😀 Ihr merkts, ich könnt da Stunden drüber philosophieren 😉

    WARUM DAS MIT DEN EMIL BULLS ABER ALLES GUT IST WIE ES IST:

    ES LEBE DIE LANGLEBIGKEIT! Welche Bands wurden denn in den letzten Jahren groß und füllen alleine die richtigen Hallen? Five Finger Death Punch, Volbeat, Bring me the Horizon (dank starkem Stilwechsel weg vom vollen Fressbrett hin zu melodischerem), Parkway Drive (auch nicht mehr wirklich Fressbrett) und noch die ein oder Andere, die mir gerade nicht einfallen mag 😀 Fakt ist, wenn Du so ein richtiger „Hit“ in der ultra-core-Szene bist, dann bringt Dir das auf Dauer auch nicht viel, die Szene ist zu kurzlebig, zu leidenschaftslos hinsichtlich der Musik und vorallem: zu klein. Das ist wie vor ca. 12 Jahren mit der EMO Szene. Kurze Zeit total angesagt, danach im Nischendasein verschwunden. Die meisten Bands von damals gibt’s gar nicht mehr. Sollen die Bulls lieber ihr Ding machen ohne sich anzupassen, ohne „dabei sein zu wollen“, lange weiter bestehen und uns noch Jahre mit ihrem Sound erfreuen. Amen! 😉

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